Die Welt ist anstrengend, empörend und düster. Sie ist überfüllt mit Menschen. Und Hunden. Und Einhörner, die glauben Schmetterlinge zu sein. Das macht die Welt zusätzlich kompliziert. Um ein wenig Zauber, den man in jeden Anfang streut, sollte man sich dennoch bemühen, damit zumindest kein Hesse-Zitat daraus wird.
Ich mag Antifaschismus, Werbung, Gelassenheit, Birken und Tomaten. Feminismus halte ich allen Unkenrufen zum Trotz für unwiderruflich wichtig, erst recht wenn all die Incels und Tech-Bros dieser Welt glauben, Kriege führen zu müssen. Außerdem glaube ich nicht mehr an das Gute im Menschen, was mich zu einem zynischen Zyklopen machen lässt. Ich mag Kunst. Auch die mit Rosen und Klippen.
Ich beginne Sätze gerne mit „Ich“. Ich rebelliere nicht gegen die Zustände, versuche aber, ihnen durch Realitätsentzug und Tagebuch schreiben zu entgehen. Ich mag Blumen. Auch die blauen.
Nichts liegt mir ferner als „Ich lebe und liebe Text“. Ich bin auch keine Buchhebamme. Ich möchte weder Buchstaben oder Kleingedrucktes, nicht mal große Texte verkaufen.

